Mittelohrentzündung, chronisch
Spricht man von einer chronischen Mittelohrentzündung, so meint man damit entweder die chronische Schleimhauteiterung oder die chronische Knocheneiterung des Mittelohrs, da für beide Krankheitsbilder ein über längere Zeit entzündetes Mittelohr symptomatisch ist.
Chronische Schleimhauteiterung
Bei der chronischen Schleimhauteiterung greift die Entzündung die Schleimhäute des Mittelohrs an und führt zu einer eitrigen Entzündung, bei der, durch eine Perforation des Trommelfells, Entzündungssekrete aus dem Ohr ablaufen.
Durch einen operativen Eingriff am Trommelfell, und durch die Verabreichung bestimmter Medikamente, kann eine chronische Schleimhauteiterung in der Regel behoben werden.
Chronische Knocheneiterung
Bei einer chronischen Knocheneiterung kommt es zu einer Entzündung aufgrund eines Perlgeschwulst, einer Einwucherung einer verhornten Gewebestruktur. Wie bei der chronischen Schleimhautentzündung kann es auch bei der chronischen Knocheneiterung zu einer Perforation des Trommelfells kommen. Zusätzlich dazu kann eine fortgeschrittene Knocheneiterung auch zu einer Zerstörung der Gehörknöchelchen des Mittelohrs, und damit zum Verlust, oder Einschränkung des Gehörs, führen. Eine chronische Knocheneiterung muss, aufgrund der mit ihr verbundenen gesundheitlichen Risiken, auf jeden Fall operativ behandelt werden.
