Tinnitus
Der Begriff Tinnitus beschreibt ein Krankheitssymptom, bei dem der betroffene Patient Geräusche wahrnimmt, für die es jedoch keinen äußeren Ursprung/ Geräuschquelle gibt, und demzufolge von anderen Personen auch nicht gehört werden können. Alltagssprachlich spricht man auch vom so genannten Ohrensausen, bei dem der Patient Geräusche in Form von Brumm-, Rausch-, Zisch- oder Pfeiftönen wahrnimmt.
Mit dem Phänomen der Ohrgeräusche haben bestimmt viele Menschen schon einmal zu tun gehabt, beispielsweise, wenn Sie über einen längeren Zeitraum einer lauten Geräuschkulisse ausgesetzt waren. In der Regel verschwinden solche Ohrgeräusche jedoch innerhalb weniger Stunden.
Tritt der Fall ein, das ein Ohrgeräusch nicht innerhalb einer kurzen Zeit verschwindet, so kann man bereits von einem akuten Tinnitus sprechen, der auf jeden Fall ärztlich behandelt werden muss, um den Übergang in einen chronischen Tinnitus möglichst zu vermeiden. Hier gilt, je schneller eine Behandlung erfolgt, umso höher ist die Heilungschance. Nach Angaben der deutschen Tinnitus-Liga, verschwinden bei einer schnellen Behandlung, bei 70% der Patienten, die Ohrgeräusche gänzlich.
Verschwindet das Ohrengeräusch auch nach einigen Wochen nicht, so kann man bereits von einem chronischen Tinnitus sprechen.
Die Problematik, die mit einem chronischen Tinnitus einhergeht, ist die ständige, wenn auch unterschwellige Konfrontation mit dem Ohrgeräusch. Zwar hören nicht alle Tinnituspatienten ihr Ohrgeräusch permanent, manche nehmen es erst bei vollkommener Ruhe wirklich war, aber dennoch fühlt sich ein Großteil der Patienten massiv durch einen Tinnitus beeinträchtigt. Dies kann sogar dazu führen, dass man als Betroffener nicht mehr in der Lage ist einem geregelten Arbeitsleben nachzugehen.
Auslöser für einen Tinnitus
Ein Tinnitus ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom einer Krankheit, ein Zeichen unseres Körpers, das auf einen bestimmten Missstand hindeutet.
Folgende Krankheitsbilder können durch das Auftreten eines Tinnitus begleitet werden:
- Mittelohrentzündung
- Außenohrentzündung
- Knalltrauma
- Hörsturz
- Dekompressionskrankheit
- Virale Infektionen
- Bakterielle Infektionen
Da ein Tinnitus in vielen Fällen auch ohne medizinische Ursachen auftritt, liegt die Vermutung nah, dass das Auftreten eines Tinnitus auch durch starken Stress begünstigt werden kann.
Behandlung eines Tinnitus
Ist auf den ersten Blick keine Erkrankung erkennbar, die einen Tinnitus zur Folge haben könnte, so wird ein akuter Tinnitus in den meisten Fällen mit durchblutungsfördernden Medikamenten behandelt, um eine bessere Durchblutung des Innenohrs zu erreichen. Bei Verdacht auf eine körperliche Entzündung behandelt man häufig mit entzündungshemmenden Medikamenten wie beispielsweise Kortison.
Zusammen mit einer medikamentösen Behandlung, wird dem Patienten aber auch immer zu mehr Ruhe, und zur Vermeidung von Stress geraten. Die Anwendung von Entspannungstechniken, wie dem autogenen Training, können durchaus am Heilungsprozess beteiligt sein.
Grundsätzlich existiert in der heutigen Tinnitusforschung jedoch noch kein einheitlicher Behandlungsansatz, mit dem sich das Symptom Tinnitus zuverlässig behandeln lässt.
Grade Patienten, die unter einem chronischen Tinnitus leiden, wird empfohlen Techniken erlernen, mit deren Hilfe das Ohrgeräusch quasi „ausgeblendet“ oder „übertönt“ werden kann. Viele Menschen lassen beispielsweise leise Musik laufen, um ihr Ohrgeräusch zu übertönen und um sich von ihm abzulenken.
Tinnitus-Selbsthilfegruppen
Der Anschluss an eine Tinnitus-Selbsthilfegruppe, wie sie beispielsweise von der deutschen Tinnitus-Liga angeboten werden, kann betroffenen Menschen dabei helfen besser mit ihrem Tinnitus umzugehen.

August 16th, 2007 at 18:34
Tinnitus Vortrag im Domforum…
Wer an Tinnitus, dem fiesen Ohrgeräusch leidet bzw. sich über Tinnitus informieren möchte, der kann das am Dienstag im Domforum.
Dort wird im Rahmen eines Vortrags zu Tinnitus eine spezielle Atem-Therapie im Vordergrund stehen.
Adresse: Domforum,…