Schnarchen-Lästige Ruhestörung in der Nacht
Sie zersägen des Nächtens ganze Wälder und bringen so manchen Partner zur Weißglut: Rund 10 Millionen Deutsche schnarchen jede Nacht. Dazu gehören Männer, Frauen und auch oftmals Kinder. Einige schnarchen ununterbrochen, andere nur in bestimmte Positionen. Am Häufigsten ist ein Schnarchen beim Einatmen, der dann eine Atempause folgt. Die Art des Schnarchens hängt unter anderem von der Ausprägung der Verengung im Rachen ab.
Schnarchen ist nicht nur eine lästige Ruhestörung, sondern auch die Ursache vieler Krankheiten. Besonders die Schlaf-Apnoe, bei der Atememaussetzer bis zu zwei Minuten vorkommen können, ist sehr gefährlich. Dabei kann den meisten Schnarchern geholfen werden. Mittlerweile gibts es viele Möglichkeiten, um das Schnarchen zu unterbinden. Sie reichen von Abnehmen über medikamentöser Behandlung bis hin zu operativen Eingriffen.
Was passiert beim Schnarchen
Das Schnarchgeräusch entsteht durch flatternde Bewegungen des Gaumensegels und des Zäpfchens, zum Teil auch des Zungengrundes und des Rachens beim Atmen. Beim Schnarchenden selbst liegt meist eine Blockade der Atemwege vor, das beim Schlaf entspannte Gaumensegel schwingt flatternd im Sog der Atemluft.
Ursachen für das Schnarchen
Die Ursachen für das Schnarchen sind vielfältig, eine verstopfte Nase wegen einer Erkältung oder Allergie kann bereits zu Schnarchen führen. Rauchen, Alkoholkonsum und Beruhigungsmittel erschlaffen den Gaumensegel und können somit auch zum Schnarchen führen. Vergrößerte Gaumenmandeln oder eine schiefe Nasenscheidewand kann ebenso dazu beitragen. Auch Übgergewicht kann Schnarchen hervorufen.
Folgen des Schnarchens
Schnarchende haben meist keinen erholsamen Schlaf. Abgeschlagenheit, Nervosität und Müdigkeit auch nach langem Schlaf
sind im Wachzustand die Folge da der Tiefschlaf ausfällt. Langfristige Schnarchleidene habe ein erhörtes Herzinfakt Risiko, da längere Atempausen das Herz stark belasten .
Was kann man gegen das Schnarchen tun?
Abschwellende Nasensprays bieten schnelle Linderung des Schnarchens, hierbei sollte man aber beachten, dass man Produkte, die die Schleimhäute austrocknen, nicht über einen längern Zeitraum verwendet. Sprays mit Meersalz, Kamille oder Dexpanthenol sind zu empfehlen. Ein weiterer Tipp: Sorgen Sie für ausreichende Luffeuchtigkeit und eine kühle Schlaftemperatur, um das Austrocken der Schleimhäute
vorzubeugen. Das Schlafen auf dem Rücken sollte man vermeiden, um das Gaumensegel nicht durch sein Eigengewicht nach hinten fallen zu lassen. Die Aufbissschiene zieht den Unterkiefer etwas nach vorne und erweitert dadurch den Rachenraum. Alkohol, Zigaretten und Beruhigungsmittel Konsum einstellen, ist eh schädlich.
Chirurgische Eingriffe gegen das Schnarchen
Auch ärztliche Behandlugen können das Schnarchen unterbinden:
- die Entfernung der Gaumenmandeln, sofern sie groß sind und im Gaumenbereich behindern
- die Begradigung der Nasenscheidewand zur Verbesserung der Nasenatmung
- oder die Uvulo-Velo-Palatino-Plastik (Zäpfchenverkleinerung und Gaumensegelstraffung - UVPP) mit dem Laser oder dem "Messer".
Passiv Schnarcher
Es gibt leider keine Statistiken darüber, wie viele Ehen durch Schnarchen zersägt wurden. Vor allem die Partner leiden oft sehr unter ihren schnarchenden Bettgenossen. Laut neuesten Forschungen haben Passivschnarcher bis zu zwei Stunden weniger Schlaf in der Nacht aufgrund der Sägegeräusche. Das Sexualleben soll ebenso darunter leiden. Und nicht nur das, sie sind sogar krankheitsgefährdet: Passivschnarcher haben eine höhere Wahrscheinlichkeit für Diabetes, Übergewicht, Herzprobleme, Depressionen. Also alles Gründe für den Schnarcher, zu versuchen, diese nächtlichen Ruhestörungen in den Griff zu bekommen. Oder getrennte Schlafzimmer….
Das Schnarchbuch. Ursachen, Risiken, Gegenmittel
Autor: Peter Spork
Preis: EUR 8,90
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: Veränd. N.-A. (Januar 2007)
