Juni 12, 2007
By: admin
Category: Erkrankungen, S
Das Dortmunder Klinikum geriet in der vergangenen Zeit verstärkt in die Schlagzeilen, weil es dort zu gehäuften Salmonellen Infektionen gekommen war. Dabei handelt es sich beim Ausbruch in Dortmund keinesfalls um einen Einzelfall. Jährlich erkranken in Deutschland schätzungsweise 90.000 an der laut Infektionsschutzgesetzt meldungspflichtigen Salmonellose.
Was sind Salmonellen?
Bei Salmonellen handelt es sich um Bakterien von denen es schätzungsweise rund 2000 verschiedene Arten gibt. Da die Salmonellen-Infektion zu den so genannten Zoonosen gehört können sich sowohl Menschen bei infizierten Tieren, als auch umgekehrt, Tiere an infizierten Menschen anstecken. Auch die Ansteckung über Lebensmittel ist gängig.
Krankheitsbilder der Salmonellen-Infektion
Ca. 120 Salmonellen Arten können beim Menschen unterschiedliche Krankheitsbilder auslösen. Man spricht in diesem Fall vom Ausbruch einer Salmonellose. Schwere Magen-Darm Störungen wie beispielsweise Brech-Durchfall können im Rahmen einer Salmonellose genauso vorkommen wie Typhus. Viele Menschen tragen zwar Salmonellen in sich, leiden dabei aber nicht unter Symptomen der Salmonellose. Damit eine Infektion erfolgt muss der Mensch schon mit einer sehr hohen Keimzahl konfrontiert werden. Ist dagegen das Immunsystem des Menschen gestört, so reicht auch schon eine geringe Salmonellenkonzentration um eine Infektion auszulösen.
Wie kommt es zu einer Salmonellen-Infektion?
Die größte Infektionsquelle für den Menschen sind mit Salmonellen infizierte Nahrungsmittel über die Salmonellen in den Magen gelangen. Normalerweise werden Bakterien dort durch die Magensäure abgetötet. Wird der Magen jedoch mit einer großen Anzahl an Salmonellen konfrontiert, oder verfügt man von Natur aus über zu wenig Magensäure, so kann es zu einer Infektion des Darms kommen.
Vermehrung von Salmonellen
Bei mangelhaften hygienischen Bedingungen vermehren sich die Salmonellen rasend schnell und können außerhalb des menschlichen Körpers mehrere Wochen lang lebensfähig sein. Auch sehr niedrige Temperaturen, wie sie beispielsweise beim Einfrieren von Nahrungsmitteln entstehen, töten die Bakterien nicht ab, sondern versetzt sie lediglich in eine Art Ruheschlaf. Sobald die Temperaturen beim Auftauen der infizierten Nahrung wieder ansteigen vermehren sich auch die Salmonellen.
Vorbeugen gegen Salmonellen
- Braten Sie Geflügel, Fisch und Fleisch immer gut durch. Salmonellen sterben erst ab einer Temperatur von 70 Grad und einer Garzeit von 10 Minuten zuverlässig ab.
- Verbrauchen Sie Hackfleisch noch am gleichen Tag auf
- Leicht verderbliche Lebensmittel sollten im Kühlschrank bei einer Temperatur unter 4 Grad aufbewahrt werden
- Verzichten Sie auf Speisen in denen rohe Eier enthalten sind
- Waschen Sie sich vor dem Umgang mit Lebensmitteln die Hände
- Tauen Sie Geflügel und Fleisch immer in einer separaten Schale auf und lassen Sie das Auftauwasser nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen.