Burn-out Syndrom-Chronische Erschöpfung des Körpers
Vor gut über 30 Jahren, genauer im Jahr 1974, prägte der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger erstmalig den Begriff des Burn-out Syndroms. Seitdem geistert dieser Begriff in regelmäßigen Abständen durch die Medien. Im Jahr 2004 berichteten Zeitungen beispielsweise darüber dass der Skispringer Sven Hannawald wegen eines Burn-out Syndroms in eine Klinik eingewiesen wurde. Ähnlich erging es dem Fußballer Sebastian Deißler. Aber was bedeutet der Begriff Burn-out Syndrom überhaupt und was muss passieren, damit Menschen von diesem Syndrom betroffen werden?
Was ist das Burn-Out Syndrom?
Der Begriff Burn-Out kommt aus dem Englischen und kann mit dem Begriff „ausbrennen“ übersetzt werden. Mit ihm wird ein Zustand chronischer, in den meisten Fällen, berufsbedingter Erschöpfung verstanden. Dieser Zustand entsteht wenn verschiedene Faktoren zusammen kommen. Permanente Überforderung, ständige Frustration, zu hohe Erwartungen an sich selbst und das Scheitern an den eigenen Zielen können auf lange Sicht dazu beitragen das sich die betroffene Person „ausgebrannt“ fühlt. Der Körper reagiert dann mit unterschiedlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Magenproblemen und Schlafstörungen. Das diese körperlichen Reaktionen im direkten Zusammenhang mit der beruflichen Situation stehen bemerken viele Menschen erst sehr spät.
Das Burn-Out Syndrom war lange Zeit als „Manager-Krankheit“ bekannt. Schätzungsweise leiden in Deutschland mittlerweile 36 Millionen Menschen aus allen erdenklichen Berufssparten an dieser Krankheit.
Wie entsteht das Burn-Out Syndrom?
In den meisten Fällen steht ein nicht zu bewältigendes Arbeitspensum oder eine scheinbar unlösbare Aufgabe am Anfang der Krankheit. Obwohl von außen in den seltensten Fällen Druck ausgeübt wird, suchen die Betroffenen die Schuld für ihr „Versagen“ im Beruf zunächst bei sich selbst und versuchen dies durch verstärktes, noch härteres Arbeiten zu kompensieren. Der Beruf wird dabei nicht selten zum wichtigsten Lebensinhalt worunter Freunde und Familie stark zu leiden haben. Umso frustrierender wird es für den Beteiligten, wenn trotz harter und pausenloser Arbeit die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht werden.können. Die ersten Wahrsignale des Körpers, wie Müdigkeit und Konzentrationsschwächen werden in dieser Phase zumeist noch unbeachtet zur Seite geschoben.
In vielen Fällen folgt auf die Phase des übertriebenen Engagementes das gegenteilige Extrem. Aufgrund der permanenten Mißerfolgserfahrung ziehen sich die Betroffenen mehr und mehr zurück. Sie vernachlässigen ihre Arbeit, geben Kollegen die Schuld für ihre Situation oder verfallen selbst in eine Depression. In der Endphase leiden Burn-Out Patienten an totaler körperlicher und emotionaler Erschöpfung.
Dem Burn-Out Syndrom vorbeugen
- Trennen Sie Arbeit und Berufsleben. Wenn Sie Feierabend haben, sollten Sie nach Dienstschluss nur noch in Ausnahmefällen an beruflichen Projekten arbeiten.
- Planen Sie ihren Tagesablauf. Was hat für Sie im Beruf Priorität? Welche Dinge müssen zuerst erledigt werden und welche Aktivitäten haben noch Zeit?
- Auch wenn sie viel zu tun haben, so sollten Sie auf der Arbeit regelmäßige Pausen einhalten.
- Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen.
- Schlafen Sie lange. Mit 4 Stunden pro Nacht kommt niemand auf Dauer aus.
- Nehmen Sie sich Zeit für ihre Familie, Freunde und Hobbys

August 1st, 2007 at 10:28
In Wales passiert mir manchmal, eigentlich öfter, dass ich einfach ausgebrannt bin: das Wetter, das schlechte Sozialsystem, laute Nachbarn - Krach & schlechte Fenster, schlechter Schlaf, keine medizinische Hilfe. Schlechte Essangewohnheiten dort - Essen nebenbei, hohe Lebenshaltungskosten; zu viel Arbeit!
Es ist nicht schön….TAKE CARE!!!