Eileiterschwangerschaft
Im Rahmen einer normal verlaufenden Schwangerschaft nistet sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter ein und reift dort bis zur Geburt zu einem Baby heran. Bei einer Eileiterschwangerschaft gelangt das befruchtete Ei gar nicht erst in die Gebärmutter, sondern bleibt auf dem Weg in diese in den Eileitern der Frau stecken und nistet sich dort in der Schleimhaut ein. Findet eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter statt, der Mediziner spricht in solch einem Fall auch von einer Extrauteringravidität, so kann dies schwere gesundheitliche Folgen für die betroffene Frau haben.
Risiko einer Eileiterschwangerschaft
Der Eileiter der Frau wurde von der Natur nicht dafür konzipiert ein Kind darin heranreifen zu lassen, au diesem Grund ist er auch entsprechend wenig dehnungsfähig. Eine unbemerkte Eileiterschwangerschaft kann im fortgeschrittenen Stadium daher zu einer Ruptur des Eileiters führen. Der damit hohe Blutverlust, kann bei der Mutter zu einem Schock und Kreislaufversagen führen.
Da der Embryo im Eileiter nicht genügend mit Nährstoffen versorgt wird, kommt es in vielen Fällen bereits vor der 3. Schwangerschaftswoche zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch, der von der Frau bis dato nicht unbedingt bemerkt werden muss.
Wie wird eine Eileiterschwangerschaft diagnostiziert?
Eine Eileiterschwangerschaft, bzw. eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter allgemein, kann erst dann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, wenn der Embryo in der Gebärmutter mittels Ultraschalluntersuchung ausgemacht werden kann. Dies ist erst ab der 3-5 Woche zuverlässig möglich.
Sollte nach diesem Zeitraum trotz eines positiven Schwangerschaftstests kein Embryo in der Gebärmutter zu sehen sein, so ist die Wahrscheinlichkeit einer Extrauteringravidität sehr groß. Ab der 6. Woche kann die Einnistung des Embryos im Eileiter mittels einer vaginalen Ultraschalluntersuchung erkannt werden. Wird die Eileiterschwangerschaft sicher diagnostiziert, so muss sie unterbrochen werden um die Ruptur des Eileiters, und damit ein hohes gesundheitliches Risiko für die Mutter zu verhindern. Dies kann entweder durch die Verabreichung spezieller Medikamente, oder durch einen operativen Eingriff geschehen.
Symptome einer Eileiterschwangerschaft
Im Anfangsstadium einer Eileiterschwangerschaft unterscheidet sich diese nicht von einer herkömmlichen Schwangerschaft. In vielen Fällen kommt es sogar zu einem unbemerkten natürlichen Schwangerschaftsabbruch noch bevor die Frau von ihrer Schwangerschaft erfährt.
Überlebt der Embryo eine längere Zeit im Eileiter, so kann es bei der Frau zu unterschiedlichen Beschwerden kommen:
- Einseitiger Druckschmerz im Bauchbereich
- Schmier- oder Dauerblutung
- Leichtes Fieber
- Akuter intensiver Schmerz bei einer Eileiterruptur
Spätfolgen einer Eileiterschwangerschaft
Hat einmal eine Eileiterschwangerschaft stattgefunden, so kann es dadurch zu Vernarbungen im Eileiter kommen. Diese erhöhen zum einen das Risiko einer erneuten Eileiterschwangerschaft, zum anderen kann die Frau aber auch gänzlich unfruchtbar werden. Das Risiko der Unfruchtbarkeit steigt auch an, wenn die Eileiterschwangerschaft operativ unterbrochen werden musste.
