Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Im Rahmen der Krebserkrankungen nimmt der Gebärmutterhalskrebs, das Zervixkarzinom, nach dem Brustkrebs, den zweiten Platz ein. In Deutschland erkranken jährlich ca. 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Allein im Jahr 2003 starben 1762 Frauen an den Folgen des Zervixkarzinoms. Umso erfreulicher ist es da, das seit 2007 eine Impfung gegen die Krebs auslösenden Warzenviren möglich ist. Da die Warzenviren, die so genannten Humanen Papillomaviren (HPV), beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, ist eine Impfung gegen diese Viren nur vor dem ersten Geschlechtsverkehr sinnvoll.
Impfung gegen HPV
Frauen, die sich beim Geschlechtsverkehr mit den genannten Humanen Papillomaviren (HPV) infiziert haben, merken von dieser Infektion in den meisten Fällen nichts. In der Regel wird das Immunsystem mit diesen Viren fertig und zerstört sie. Geschieht dies jedoch nicht, und verläuft die Infektion mit den Warzenviren chronisch, so haben Frauen ein 300 Mal höheres Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.
Insgesamt gibt es 13 unterschiedliche HPV Typen, von denen jedoch nur zwei für über 70% der Erkrankungen verantwortlich gemacht werden können. Seit diesem Jahr kann man sich gegen diese zwei Erregertypen impfen lassen. Durch den verabreichten Impfstoff produziert das Immunsystem des Körpers 20 Mal mehr Antikörper zur Bekämpfung der Viren als er im Normalfall produziert hätte.
Zwar baut die Impfung keinen 100% Schutz vor einer Infektion mit HPV auf, allerdings lässt sich das Risiko einer Gebärmutterhalskrebserkrankung damit erheblich minimieren.
Wie sieht das Impfschema gegen Gebärmutterhalskrebs aus?
Um einen zuverlässigen Impfschutz aufzubauen bedarf es der Gabe von insgesamt drei Injektionen, die innerhalb eines halben Jahres verabreicht werden (zwei Monate zwischen 1. und 2. Impfung und 4 Monate zwischen der 2. und 3. Impfung).
Der so verabreichte Impfschutz besteht dann über einen Zeitraum von 5 Jahren.
Wer kann sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen?
Werden Frauen gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft, die sich bereits mit den Warzenviren angesteckt haben, so werden zwar Antikörper gebildet, effektiv bekämpft werden die Viren durch die erzeugten Antikörper allerdings nicht mehr. Aus diesem Grund ist nur eine Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr sinnvoll. Zugelassen ist der Impfstoff bis zu einem Lebensjahr von 26 Jahren. Frauen die älter sind, werden nicht mehr geimpft.
Wer übernimmt die Kosten für die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Wird die Impfung bei Mädchen im Alter zwischen 11 und 18 Jahren vorgenommen, so werden die Kosten gewöhnlich von der gesetzlichen Krankenkasse getragen. Wer auch danach auf den Impfschutz nicht verzichten möchte, der muss die Kosten von rund 155 pro Injektion aus eigener Tasche finanzieren.

April 10th, 2008 at 18:48
Ich wusste nicht mehr in welchem zeitraum ich die 3 spritze bekommen sollte. Das habe ich auf ihrer seite gefunden dankeschön ich habe gott sei dank noch einen monat zeit.
Schöne Grüße eure Melanie