Röteln- Hochansteckende Infektionskrankheit
Röteln gehören aufgrund ihres gehäuften Auftritts im Kindesalter zu den so genannten Kinderkrankheiten. Die hoch ansteckende Infektionskrankheit wird weltweit durch den Rötelnvirus ausgelöst und über Husten und Niesen im Rahmen einer Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Eine Infektion mit Röteln wird von den meisten Menschen komplikationslos überwunden. In vielen Fällen sind die Symptome des Krankheitsbildes auch nur sehr schwach ausgeprägt. Problematisch kann ein Ausbruch jedoch bei schwangeren Frauen werden. Eine Rötelinfektion während der Schwangerschaft kann zu Schwangerschaftskomplikationen, Fehlbildungen und Frühgeburten führen.
Einer Infektion mit Röteln kann durch eine entsprechende Schutzimpfung vorgebeugt werden. Wurde eine Rötelinfektion einmal durchlebt, so bildet der Körper Antikörper gegen den Virus und der Körper entwickelt eine lebenslange Immunität gegen den Rötelnvirus.
Symptome der Rötelninfektion
In vielen Fällen weisen infizierte Patienten keine oder nur sehr schwach ausgeprägte Krankheitssymptome auf. Typisch für das Krankheitsbild der Röteln ist jedoch ein Hautausschlag, der sich durch kleine rote Flecken an Gesicht, und später am gesamten Körper, bemerkbar macht. Diese treten nach einer Inkubationszeit von 2-3 Wochen auf. Im Anfangsstadium der Krankheit klagen Patienten meistens über Beschwerden wie geschwollenen Lymphknoten, Kopfschmerzen, Fieber, Nasenschleimhaut- und Bindehautentzündung. Im späteren Verlauf der Krankheit kommt der für Röteln typische Hautausschlag dazu.
Behandlung von Röteln
Da es sich bei Röteln um eine Virusinfektion handelt, verspricht eine Behandlung mit Antibiotika keine Besserung. Aus diesem Grund versucht man lediglich die Symptome der Rötelninfektion medikamentös zu lindern. Die Ansteckungsgefahr besteht bis ca. 7 Tagen nach Ausbruch der ersten Krankheitssymptome.
Impfung gegen Röteln
Ab dem 12. Lebensmonat empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) gemäß ihres Impfkalenders eine Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Mit der ersten Impfung erhalten 96% der geimpften Kinder bereits lebenslange Immunität gegen das Rötelnvirus. Die verbleibenden 4% versucht man im Rahmen der Wiederholungsimpfung abzudecken.
Neben Kindern sollten sich aber auch die Frauen impfen lassen, die in näherer Zukunft eine Schwangerschaft planen, und die eine Rötelninfektion bisher noch nicht durchlebt, und entsprechende Antikörper gegen das Virus gebildet haben. Hier sollte bis zu 3 Monate vor Eintreten der Schwangerschaft ein Impfschutz aufgebaut werden.
