Juni 28, 2007
By: admin
Category: Untersuchungen
Unter bestimmten Bedingungen kann einer werdenden Mutter während der Schwangerschaft dazu geraten werden, eine Untersuchung ihres Fruchtwassers, eine so genannte Amniozentese, durchführen zu lassen, um bestimmte Informationen über den Gesundheitszustand des ungeborenen Kindes zu erhalten. Die Amniozentese fällt damit unter die prädiagnostischen Untersuchungsmethoden, die ab der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden kann.
Wann wird eine Amniozentese gemacht?
Eine Amniozentese wird aufgrund der mit ihr verbundenen Risikofaktoren nur dann gemacht, wenn im Rahmen der Schwangerschaft bestimmte Indikatoren auftreten, die eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Kindes vermuten lassen. In der Regel wird einer Schwangeren angeraten eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen wenn folgende Situationen gegeben sind:
- Schwangere mit einem Alter von über 35 Jahren
- Vermutliche Entwicklungsstörungen des Kindes
- Vorherige Geburt eines Kindes mit einer Erbkrankheit oder einer Stoffwechselstörung
- Bekannte Erbkrankheiten in der Familie
Wie läuft eine Fruchtwasseruntersuchung ab?
Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung wird vor und auch während der Amniozentese die Lage des Kindes überprüft, um eine eventuell Verletzung des Kindes während der Untersuchung auszuschließen. Hat der Arzt eine geeignete Stelle gefunden, so führt er eine dünne Nadel durch die Bauchdecke bis hin in die Fruchtblase der Patientin. Dort werden der werdenden Mutter ca. 20 Milliliter Fruchtwasser entnommen. Der Eingriff bedarf in der Regel keiner Narkose. Die Fruchtwasserprobe wird für genauere Untersuchungen in ein Labor geschickt. In ca. 1-2 Tagen hat der behandelnde Arzt die Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Welche Fehlentwicklungen können mit der Fruchtwasseruntersuchung ausgeschlossen werden?
- Fehlentwicklungen des zentralen Nervensystems
- Erbkrankheiten
- Chromosomale Besonderheiten
- Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind
Welche Risiken treten bei der Fruchtwasseruntersuchung auf?
Ganz grundsätzlich treten im Zusammenhang mit einer Amniozentese nur selten Komplikationen auf. Rein theoretisch kann es aber zum leichten Verlust von Fruchtwasser, zu leichten Kontraktionen und leichten Blutungen kommen. Zusätzlich dazu besteht immer das Risiko einer Verletzung des Kindes durch die eingeführte Nadel. In ganz seltenen Fällen kann es aber auch zur Fehlgeburt des Kindes kommen.
Weitere Informationen zum Thema Fruchtwasseruntersuchung finden sie auf Schwanger-Plus-Informationsseite über Schwangerschaft und Geburt