Der Pearl-Index: Wie zuverlässig ist meine Verhütungsmethode?
Hat man im Rahmen der Empfängnisverhütung schon einmal Kontakt mit diversen Verhütungsmethoden, so wird man immer über eine bestimmte Kennziffer gestolpert sein, den so genannten Pearl Index. Verwendet man als Frau die Anti-Baby-Pille, so liegt der Pearl-Index zwischen 0,1 und 0,9. Bei der Verhütung mit Hilfe eines Kondoms liegt dieser jedoch zwischen 7 und 14. Aber was sagen die Werte des Pearl-Index eigentlich aus?
Ist meine Verhütung sicher?
Greift man, um eine Schwangerschaft zu verhindern, auf ein bestimmtes Verhütungsmittel zurück, so möchte man möglichst sicher sein, das dieses auch zuverlässig wirkt. Mit Hilfe des Pearl-Index, benannt nach dem amerikanischen Biologen Raymond Pearl, kann der Zuverlässigkeitsgrad für jedes Verhütungsmittel angegeben werden. In der Regel kann man sagen, je niedriger die Kennzahl ist, umso sicherer ist das gewählte Verhütungsmittel. Wird der Pearl-Index für die Anti-Baby-Pille mit 0,1-0,9 angegeben, so kann man sagen, dass es sich dabei um eine äußerst zuverlässige Verhütungsvariante handelt.
Wie wird der Pearl Index ermittelt?
Geht man davon aus, das in einem Jahr 100 Frauen mit ein und demselben Verhütungsmittel verhüten, und trotz Verhütung werden von diesen Frauen eine bestimmte Anzahl schwanger, so bildet die Anzahl diese Frauen den Pearl-Index für das betreffende Verhütungsmittel.
Verhüten beispielsweise 100 Frauen ein Jahr lang mit Hilfe von Kondomen, so werden statistisch betrachtet von diesen 100 Frauen 7-14 Frauen schwanger. Der Pearl-Index von Kondomen beträgt also 7-14.
Pearl-Index der wichtigsten Verhütungsmittel
| Coitus interruptus | 10 bis 38 |
| Kondom | 7-14 |
| Anti-Baby-Pille | 0,1 bis 0,9 |
| Kupferspirale | 0,05 bis 3 |
| Hormonstäbchen Implanon | kleiner 0,1 |
