Erste Hilfe bei Insektenstichen
Die meisten Leute kennen es am eigenen Leibe. Kaum hat man sich im Sommer gemütlich im eigenen Garten niedergelassen um gemütlich zu frühstücken oder am Abend mit ein paar Freunden zu grillen, und schon erhält man Besuch von ungebetenen Gästen wie Bienen, Wespen, Mücken und Co.
Wer in der Lage ist Bienen und Wespen zu ignorieren, der muss sich in der Regel keine Sorgen darum machen gestochen zu werden. In den meisten Fällen setzen sich die Tiere nämlich nur dann mit Hilfe ihres Stachels zur Wehr, wenn sie vorher gereizt wurden und sich bedroht fühlen. Wird man doch einmal von einer Biene, Wespe oder gar Hornisse gestochen, so kann der menschliche Körper auf unterschiedliche Art und Weise auf das Insektengift reagieren.
Im Normalfall kommt es zu einer normalen Stichreaktion. Das bedeutet, die gestochene Hautpartie schwillt schmerzhaft an. In der Regel verschwindet diese Schwellung jedoch komplikationslos nach wenigen Tagen. Reagiert der Körper jedoch allergisch auf das Insektengift, so kann ein einzelner Insektenstich durchaus lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Damit ein Insektenstich schnell der Vergangenheit angehört, sollte man die folgenden Maßnahmen beherzigen:
- Hat man einen so genannten Giftsauger zur Hand, so empfiehlt es sich damit nach dem Stich das Insektengift abzusaugen. Im Zweifelsfall hilft es auch ein Stück Würfelzucker auf die Wunde zu pressen, da auch dieser, zumindest einen geringen Teil des Giftes aufnehmen kann.
- Bei einem Bienenstich verliert die Biene ihren Stachel samt der Giftblase. Beides muss relativ schnell entfernt werden, da sonst auch nach dem eigentlichen Stich Gift nachgepumpt werden kann.
- Um die Schwellung nach einem Stich so gering wie möglich zu halten, sollte die betroffene Stelle direkt im Anschluss gekühlt werden.
- Ebenfalls wirksam sind auch spezielle Salben aus der Apotheke. Sie kühlen nicht nur, sondern wirken auch entzündungshemmend und schmerzlindernd.
- Ist es zu einem Insektenstich im Mund- oder Rachenraum gekommen, so sollte sofort ein Notarzt gerufen und kühle Umschläge gemacht werden. Hier besteht die Gefahr, dass der Patient durch die verursachte Schwellung keine Luft mehr bekommt.
- Das Gleiche gilt auch bei Patienten, die unter einer Insektengiftallergie leiden. Ist die Allergie bekannt, so sollten diese Personen immer ein Antihistaminikum bei sich führen.
