Chemotherapie- Den Krebs bekämpfen
In jedem Jahr erkranken in Deutschland tausende Patienten an unterschiedlichen Krebsarten. Ist der Krebs nicht operativ zu entfernen, bzw. hat bereits im Körper des Patienten gestreut, so besteht eine Behandlungsoption in der Durchführung einer Chemotherapie. Mit Hilfe spezieller Medikamente, so genannten Zytostatika, versuchen die Mediziner nicht nur das Wachstum der Krebszellen zu minimieren, sondern diese letztendlich auch zum Absterben zu bringen, so das einer Genesung des Patienten nichts mehr im Wege steht.
Therapieformen
Ganz grundsätzlich kann die Chemotherapie dann eingesetzt werden, wenn der Patient an einer Krebsart erkrankt ist, die, wie im Falle von Leukämie, von vorne herein den gesamten Körper angreift, oder wenn sich der Krebs bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet und im Körper des Patienten gestreut hat. Im ersten Fall spricht man von der so genannten kurativen Chemotherapie, die auf eine vollständige Genesung des Patienten abzielt. Im zweiten Fall spricht man von einer palliativen Chemotherapie mit der, bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen die Lebenserwartung und Lebensqualität des Patienten verbessert werden soll.
Durchführung einer Chemotherapie
Eine Chemotherapie unterteilt sich in mehrere akute Behandlungsphasen, die immer durch Ruhephasen unterbrochen werden um dem Körper die Möglichkeit zu geben sich von der anstrengenden Prozedur zu erholen. Die Medikamente, die im Rahmen einer Behandlungsphase verabreicht werden, können dem Körper auf unterschiedliche Form zugeführt werden. So kann eine Chemotherapie über die Gabe von Tabletten, Spritzen oder Infusionen verabreicht werden.
Wie wirkt eine Chemotherapie?
Die Medikamente, die während einer akuten Behandlungsphase verabreicht werden, hindern die Krebszellen auf unterschiedliche Art und Weise an deren Teilung und damit an denen Wachstum. Da sich die Krebszellen bestimmter Krebsarten besonders schnell vermehren, setzen die verwendeten Medikamente an diesen schnell wachsenden Zellen zuerst an und schonen damit die gesunden Körperzellen. Auf diese Weise kann der Körper des Patienten unter Umständen mit weniger massiven Nebenwirkungen reagieren.
Nebenwirkungen einer Chemotherapie
Da die Medikamente, die während einer Chemotherapie zum Einsatz kommen, nicht zwischen gesunden Zellen und Krebszellen unterscheiden können, greifen sie auch andere schnell wachsende Körperzellen neben den Krebszellen an, wodurch es beim Patienten zu massiven Nebenwirkungen kommen kann:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Haarausfall
- Försteln oder starkes Schwitzen
- Organschäden
- Störung der Fortpflanzung
- Blutbildungs- und Gerinnungsstörungen
