Fitnessaspekt von Spielkonsolen: WII von Nintendo
Wer hat sie nicht selbst miterlebt, die Diskussionen um Spielkonsolen und Computerspiele, die in jüngster Zeit immer wieder in regelmäßigen Abständen in den Medien präsent wurden? Nicht nur, das viele Computerspiele das Aggressionspotenzial des Users anwachsen lassen würden, hört man dann von vielerorts, sondern auch, das sich die Jugend aufgrund eines gesteigerten Spielkonsolenkonsums immer weniger bewegt. Nicht umsonst gehören die Deutschen europaweit mittlerweile zu den dicksten Einwohnern.
Aber was wäre die Computerindustrie, wenn sie nicht auch darauf eine passende Antwort parat hätte. Wii heißt das Zauberwort, stammt aus dem Hause Nintendo und ist in Deutschland seit Ende 2006 auf dem Markt.
Spielspass durch Bewegung
Das besondere an dieser Spielkonsole sind die mit Bewegungssensoren ausgestatteten Spielcontroller, die der Spieler in der Hand hält und die zur Sicherung mit einer Schlaufe am Handgelenk befestigt werden. Die Zeiten, in denen man sich gemütlich zu einem Spielchen vor dem heimischen Fernseher niederließ gehören damit also der Vergangenheit an. Ganz egal ob man die Console oder einen Spielpartner zu einem Boxkampf herausfordern möchte, oder ob man es beim Golfen doch eher gemütlich angehen lassen möchte, eines ist gewiss, wer spielen will, der muss sich im neuen Wii Zeitalter entsprechend bewegen. So gilt es beispielsweise rechte Schwinger auszuteilen, genaue Aufschläge im Feld zu positionieren oder den Ball einzulochen.
Wie praktisch, das Nintendo beim Kauf einer Wii Spielkonsole in Europa und den USA direkt das Spiel Wii Sports dazu liefert. Hier kann sich der User in den Sportarten Baseball, Bowling, Boxen, Golf und Tennis auspowern. Wer nun denkt, so anstrengend kann das ganze ja nicht sein, dem sei dazu geraten die Wii Konsole samt ihrer Spiele einmal am eigenen Leib auszuprobieren. Begriffe wie „Wii-Zerrung“ oder „Wii-Arm“ werden in Zukunft sicherlich eine vollkommen neue Bedeutung bekommen.
Fitnessaspekt der Wii
Sollte man aber wirklich so weit gehen, und dem Gebrauch der Spielkonsole Wii einen eigenen Fitnessaspekt zuzuschreiben? Nun ja, in Amerika wurde vor einiger Zeit passend zu diesem Thema das Wii Sports Experiment gestartet, in dem gezeigt werden sollte, ob es innerhalb von sechs Wochen, bei unveränderten Tagesablauf und Essgewohnheiten mit zusätzlich 30 Minuten Wii-Spielen möglich ist seine Fitness zu steigern, sprich Gewicht und damit auch Körperfett zu verlieren.
Das Ergebnis nach sechs Wochen Wii Sportsexperiment waren der Verlust von 4 kg Körpergewicht und ein Rückgang des Körpergewichts von 19 auf 17,2% bei der Testperson.
Aber mit welchen Spielen der Wii Sports Disc verbraucht der User am meisten Kalorien?
An der Spitze liegt mit einem 125 kcal Verbrauch auf 15 Minuten das Boxspiel der Wii Sports CD, gefolgt von Tennis (92 kcal/ 15 min) und Bowling (77 kcal/15 min). Natürlich wurden diese Spiele dann auch 15 Minuten äußerst aktiv gespielt. Einfach nur aufs Sofa setzen und den Controller bewegen führt sicherlich nicht zu einem vergleichbaren Effekt!
Und nachdem der Wii Konsole ein gewisser Fitnessaspekt nur noch schwer abzusprechen ist, plant Nintendo ab 2008 mit Wii Fit und dem Wii Balance-Pad noch einen draufzulegen.
Das ca. Din-A2 große Pad soll während des Spiels die Bewegungen und Gewichtsverlagerungen des Spielers erkennen. Gleichzeitig fungiert es als Waage, mit dessen Hilfe der BMI des jeweiligen Spielers errechnet und gespeichert werden kann. Im Rahmen von 40 „Minispielen“ kann der User dann seine Geschicklichkeit auf dem Wii Balance-Pad austesten.
Als Fazit lässt sich sagen: Möchte man das Hobby Spielkonsole mit ein wenig Bewegung verbinden, so ist die Wii von Nintendo sicherlich ein geeignetes Mittel. Dennoch lässt sich gegen ein wenig Bewegung im Freien hier und da nichts sagen. Also, Spielkonsole ausgestellt, Joggingschuhe angezogen, und ab geht’s. Zum Ausklingen kann man dann ja noch mal eine Runde Wii-Golf hinterher schieben.
