Kaiserschnitt- Wenn der Chirurg das Kind zur Welt bringt
Kommt es heute bei einer Geburt eines Babys zu Komplikationen, so hat die Medizin glücklicherweise die Möglichkeit, das Kind mit Hilfe eines Kaiserschnitts relativ schnell auf die Welt zu holen. Unabhängig davon gibt es aber auch immer mehr Frauen, die ihr Kind mit einem „geplanten Kaiserschnitt“ zur Welt bringen möchten, um sich den Strapazen der Geburt nicht auszusetzen. Ein Trend, der sich vor allem in den USA wachsender Beliebtheit erfreut.
Woher hat der Kaiserschnitt seinen Namen?
Auch wenn uns Herr Kaiser aus der Werbung äußerst sympathisch ist, so hatte bei der Namensgebung dieser Geburtsvariante nicht seine Finger im Spiel. Vielmehr geht man davon aus, dass der Kaiserschnitt, lateinisch auch Sectio caesarea genannt, auf Julius Caesar zurückgeht, der mittels dieses chirurgischen Eingriffs das Licht der Welt erblickte.
Wann wird ein Kaiserschnitt gemacht?
Grundsätzlich gibt es zwei Varianten des Kaiserschnitts. Beim „geplanten Kaiserschnitt“ wird im Vorfeld von den Ärzten ein Termin bestimmt, an dem sie das Kind zur Welt bringen möchten. Bei einem ungeplanten Kaiserschnitt können bestimmte medizinische Komplikationen, die eine natürliche Geburt verhindern, Auslöser für den Eingriff sein.
Wann wird ein geplanter Kaiserschnitt gemacht?
Ein geplanter Kaiserschnitt kann nicht nur auf Wunsch der Mutter gemacht werden, sondern ist in den meisten Fällen ebenfalls medizinisch begründet. Stimmt beispielsweise das Verhältnis zwischen Kopfumfang des Kindes und der Breite des Beckens der Mutter nicht oder liegt das Kind in Steißlage, so können behandelnde Ärzte durchaus zu einem geplanten Kaiserschnitt raten. Das gleiche gilt bei Mehrlingsgeburten oder bei Erkrankungen der Mutter die bei einer normalen Geburt ein Risiko für Mutter und Kind bedeuten könnten.
Wann wird ein ungeplanter Kaiserschnitt gemacht?
Ein ungeplanter Kaiserschnitt wird immer dann gemacht, wenn es während der Geburt zu unerwarteten Komplikationen kommt, die die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden können. Dazu zählen beispielsweise plötzliches Abfallen der kindlichen Herztöne, Kreislaufschwankungen der Mutter oder aber eine Unterversorgung des Kindes mit Sauerstoff.
Wie wird ein Kaiserschnitt durchgeführt?
Während bei einem geplanten Kaiserschnitt die Mutter in der Regel nur lokal, mittels Spinal- oder Peridualanästhesie, betäubt wird, muss die Betäubung bei einem ungeplanten Kaiserschnitt meist schnell gehen, so dass die Mutter komplett in Narkose gelegt wird.
Der eigentliche Kaiserschnitt, wird durch einen Querschnitt am Unterbauch, meist im Bereich der „Bikinizone“, durchgeführt. Um den Kaiserschnitt bzw. die Nachbehandlung möglichst schonend zu gestalten, ist man mittlerweile dazu übergegangen so wenig wie möglich das Skalpell zu nutzen und stattdessen die Bauchdecke nach dem ersten Schnitt zu dehnen und zu reißen. Nach Öffnung der Gebärmutter wird das Kind möglichst schnell aus der Gebärmutter entnommen und an eine Hebamme weitergereicht. Nach Entnahme der Plazenta verschließt der Chirurg die Bauchhöhle der Mutter.
Risiken eines Kaiserschnitts
Da ein Kaiserschnitt ein operativer Eingriff ist, birgt dieser auch immer Risiken, sowohl für Mutter, als auch für das Kind.
Bei der Mutter kann es beispielsweise zu postoperativen Blutungen, Thombosebildung, Wundinfektionen oder Verwachsungen kommen. Da dem Kind der natürliche Geburtsweg verweigert wurde, hat es direkt nach der Geburt häufig unter Atemstörungen zu leiden, da es zum Verschlucken von Fruchtwasser kommen kann, oder sich noch Fruchtwasser in den Lungen befindet.
