Höhenhirnödem
Vor allem bei Bergsteigern ist das Höhenhirnödem eine besonders gefürchtete Form der Höhenkrankheit. Im Vergleich zum Höhenlungenödem tritt sie jedoch wesentlich seltener und zumeist auch erst bei der Überschreitung einer Höhe von 5000 Metern auf. Unbehandelt kann sie jedoch jedem Bergsteiger schnell zum Verhängnis werden.
Was ist das Höhenhirnödem?
Beim Höhenhirnödem handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung im menschlichen Gehirn, die durch den geringen Sauerstoffgehalt in der Höhenluft ausgelöst wird. Da sich der menschliche Schädel, anatomisch bedingt, nur sehr begrenzt ausdehnen kann, kommt es bei Menschen mit einem Hirnödem zu einem lebensbedrohlichen Druckanstieg im Gehirn welcher wieder verantwortlich ist für die Entstehung von Blutgerinnseln und Blutungen.
Welche Symptome treten bei einem Höhenhirnödem auf?
Ein wesentliches Symptom für das Vorhandensein eines Höhenhirnödems sind Ataxien, also verschiedene Störungen der Gleichgewichtsregulation und der Bewegungskoordination. Dazu kommen nicht selten starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Halluzinationen und Bewusstseinsstörungen.
Wie wird ein Höhenhirnödem behandelt?
Da die Sterblichkeitsrate bei einem unbehandelten Höhenhirnödem bei ca. 40% liegt, muss der Betroffene unverzüglich auf eine niedrigere Höhe abtransportiert werden. Um den Hirndruck zu senken muss dem Patienten dann unverzüglich Cortison, entweder intravenös, oder im extremen Notfall sogar intramuskulär, verabreicht werden. Gegen die Schmerzen kann Aspirin verabreicht werden.
