Bohren war gestern. Zahnbehandlung mit dem Laser ist heute
Unter den Ärzten genießt der Zahnarzt mit Abstand die wenigste Sympathie. Das liegt sicher nicht an ihm persönlich, sondern vielmehr an seinem medizinischen Fachgebiet, denn zum Zahnarzt geht niemand wirklich gerne. Kommt bei einer Zahnbehandlung dann noch der Bohrer zum Einsatz, dann sträuben sich bei den meisten Patienten die Haare. Dank des Einsatzes eines speziellen Lasers in der Zahnmedizin könnte die Angst vor dem Bohrer bei vielen Patienten vielleicht bald der Vergangenheit angehören.
Wie funktioniert der Einsatz des Lasers
Der Laser, der beim Zahnarzt zum Einsatz kommt arbeitet mit stark gebündelten energiereichen Licht. Da die Gefahr besteht während der Behandlung die Netzhaut des Patienten mit dem Laser zu beschädigen, wird der Patient mit einer getönten Schutzbrille gesichert. Zusätzlich zu dieser Schutzmaßnahme, müssen aber auch die Ohren des Patienten geschützt werden, denn, wer davon ausgeht, die Behandlung mit dem Laser würde vollkommen geräuschlos ablaufen, der täuscht sich gewaltig. Ganz im Gegenteil! Bei der Zahnarztbehandlung mit dem Laser kommt es bei der Entfernung von Karies zu kleinen Explosionen, die entsprechend laut sind. Denn, trifft das Laserlicht auf den Zahn, so wird das Licht vom Wasseranteil im Zahn aufgenommen, dehnt sich aus, explodiert und reißt kleine Mengen an Zahnsubstanz mit sich. Der Laser selbst berührt bei dieser Behandlung den Zahn selbst nicht, so das für den Patienten keinerlei Vibrationen zu spüren sind.
Wann kann ein Laser beim Zahnarzt zum Einsatz kommen?
Der Einsatz eines Lasers beim Zahnarzt kann nicht bei jeder Behandlung zum Einsatz kommen. In erster Linie können damit kleine Löcher, verursacht durch Karies, behandelt werden. Aber auch im Rahmen einer Wurzel- oder Parodontitisbehandlung kann der Laser dazu beitragen die entzündungsverursachenden Keime vollständig abzutöten.
Bei der Behandlung größerer Löcher oder bei der Entfernung von Zahnstein muss der Zahnarzt jedoch weiterhin auf den Einsatz von Bohrer und Kürette zurückgreifen.
Braucht man eine Betäubung
In der Regel gibt der Zahnarzt auch bei der Laserbehandlung eine örtliche Betäubung, da das eigentliche Füllen des Zahns Schmerzen bereiten kann. Das Bohren mit dem Laser selbst ist in der Regel weniger schmerzhaft als mit einem „normalen“ Bohrer, da der Laser mit Impulsen, und nicht kontinuierlich arbeitet. Das bedeutet, bevor, die Pulsierungsfrequenz ist zu hoch, als das der Zahnnerv den Schmerz registrieren könnte.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Laserbehandlung?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Laserbehandlung nicht, da diese über die übliche Grundversorgung hinausgeht. Aus diesem Grund müssen gesetzlich krankenversicherte Patienten die Mehrkosten der Laserbehandlung selbst tragen.
Privatpatienten sollten vor der Behandlung bei ihrer Versicherung nachfragen, ob diese Kosten übernommen werden.
