Grippeimpfung- Schutz vor dem Influenza Virus
Der Winter steht wieder einmal vor der Tür und mit ihm finden sich alljährlich viele Menschen in den Arztpraxen ein, die sich zum Schutz vor dem Influenza Virus gegen die Infektionskrankheit Grippe impfen lassen wollen. Denn anders als beim grippale Infekt, kann der Influenza Virus besonders den Menschen gesundheitlich schwer zusetzen, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben. Welche Menschen sich unbedingt frühzeitig gegen Grippe impfen lassen sollten, und wer diese Impfung nicht zwangsläufig benötigt, erfahren sie hier.
Was ist die Grippe überhaupt?
Spricht der Mensch von der Grippe, dann meint er meistens einen grippalen Infekt, also eine starke Erkältung, die dem Menschen zwar gesundheitlich beeinträchtigt, allerdings keine lebensbedrohlichen Auswirkungen auf dessen Gesundheit hat.
Anders sieht es hingegen bei der „echten Grippe“ aus, einer Infektionskrankheit die durch den Influenzavirus A oder B ausgelöst wird, und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann.
Infiziert sich beispielsweise ein Mensch mit einem geschwächten Immunsystem über die Tröpfcheninfektion mit dem Virus, so ist der Körper gewöhnlich so sehr mit der Bekämpfung des Virus beschäftigt, das er für das Eindringen von Bakterien hoch empfänglich wird. Aus diesem Grund ist nicht der Influenzavirus an sich lebensbedrohlich, sondern vielmehr die Nebenerkrankungen (bakterielle Superinfektionen), wie beispielsweise eine Lungenentzündung, die sich im geschwächten Körper ausbreiten können.
Grippeimpfung- Wer sollte sich impfen lassen?
- Menschen über 60 Jahre, da im fortgeschrittenen Alter die Leistungskraft des körpereigenen Immunsystems abnimmt.
- Menschen mit Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen. Dazu gehören Krankheiten wie: Asthma, Angina Pectoris, Diabetes Mellitus, Leukämie, HIV
- Menschen mit viel Publikumsverkehr und damit mit einem größeren Ansteckungsrisiko
- Menschen, die eine Reise nach Asien planen und eventuell mit dem Vogelgrippe-Virus in Kontakt kommen könnten. Dabei entsteht die Gefahr einer Verschmelzung zwischen beiden Grippearten.
Grippeimpfung- Wer darf sich nicht impfen lassen?
- Menschen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß, da der Impfstoff Spuren davon enthalten kann.
Wie schützt die Grippeimpfung?
Die Grippeschutzimpfung ist ein so genannter Todimpfstoff. Das bedeutet, die injizierten Influenza Viren sind nicht mehr in der Lage die Krankheit selbst auszulösen. Trotzdem bildet der Körper nach der Impfung Antikörper gegen die Influenzaviren.
Leider muss die Impfung gegen die Influenzaviren jährlich wiederholt werden, da das Virus seine Oberfläche in regelmäßigen Abständen ändert und so vom Körper nicht mehr erkannt wird. Aus diesem Grund wird jährlich ein Impfstoff produziert, der auf das neue „Erscheinungsbild“ des Virus angepasst ist.
Mögliche Nebenwirkungen der Grippeschutzimpfung
In der Regel wird die Grippeimpfung von den meisten Menschen sehr gut, sprich Beschwerdefrei vertragen. In einigen Fällen kann es dennoch zu Nebenwirkungen kommen, die jedoch recht schnell wieder abklingen.
- Rötung und Schmerzen der Haut an der Einstichstelle
- Leichtes Fieber
- Gliederschmerzen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Magen-Darm-Beschwerden
