Leukämie-Blutkrebs
Leukämie, umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet, ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems des Menschen, bei der die normale Produktion der weißen Blutkörperchen gestört ist und so die Funktionstüchtigkeit der menschlichen Organe erheblich beeinträchtigt wird. Eine akute Leukämie, bei der die Krankheitssymptome schnell ausbrechen, kann unbehandelt relativ schnell zum Tod führen. Die chronische Leukämie bleibt aufgrund ihres schleichenden Verlaufs häufig lange unerkannt.
Was ist Leukämie?
Bei einer Leukämie handelt es sich um eine bösartige Erkrankung in deren Rahmen sich weiße Blutkörperchen, die so genannten Leukozyten, überproportional vermehren. Besonders eine unreife Variante der weißen Blutkörperchen wird dabei ins Blutsystem des Menschen geschwemmt und siedelt sich in Organen wie beispielsweise der Milz oder der Leber an. Auch das Knochenmark wird von diesen Zellen befallen, so dass die dort ansässigen Stammzellen verdrängt werden und die Blutbildung erheblich gestört wird. Die Folge davon ist nicht nur ein Mangel an roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind, auch funktionstüchtige weiße Blutkörperchen und blutstillende Blutplättchen (Thrombozyten) sind bei einer Leukämie Mangelware.
Klassifikation der Leukämie
Je nachdem welche Eigenschaften die Leukämiezellen aufweisen, unterteilt man die Leukämie in vier unterschiedliche Leukämieformen:
- akute myeloische Leukämie (AML)
- akute lymphatische Leukämie (ALL)
- chronische lymphatische Leukämie (CLL
- chronische myeloische Leukämie (CML)
Ursachen für die Entstehung von Leukämie
- Schädigung des Knochenmarks durch radioaktive Strahlung
- Konfrontation mit bestimmten Umweltgiften wie beispielsweise Benzol
- Vorausgehende Chemotherapien
- Defekte im Immunsystem
Symptome einer Leukämie
- Leistungsabfall
- Blässe
- Fieber
- Müdigkeit
- Gewichtsverlust
- Spontane blaue Flecken
- Geschwollene Lymphknoten
Therapie einer Leukämie
Um die Ausbreitung der Leukämiezellen in bestimmten Regionen zu verhindern, setzt man aber auch die Strahlentherapie ein, um die bösartigen Zellen zum absterben zu bringen.
Nach einer zuvor erfolgten Chemotherapie, die das blutbildende Knochenmark komplett zerstört hat, kann eine Leukämie auch recht erfolgreich mit Hilfe einer Knochenmark- bzw. Stammzellentransplantation therapiert werden, da die transplantierten Stammzellen das blutbildende System des Menschen komplett neu aufbauen können.
