Cholera- Gallenbrechdurchfall
Fährt man als Tourist in Länder wie beispielsweise Afrika, Südamerika oder Südostasien, so sollte man bei diesen Reisezielen nicht nur rechtzeitig an die für diese Länder benötigten Impfungen denken, sondern auch vor Ort selbst sollte man einige Maßnahmen beachten, die zur Verhütung von „landestypischen“ Krankheitsbildern, zu denen unter anderem auch die Cholera gehört, beitragen können. Da das Bakterium Vibrio cholerae hauptsächlich über mit Fäkalien verseuchtes Trinkwasser auf den Menschen übertragen wird, ist vor allem auf eine umfangreiche Lebensmittelhygiene zu achten.
Was ist die Cholera?
Die Cholera ist eine äußerst schwere, bakteriell verursachte Durchfallerkrankung, die unbehandelt, aufgrund des sehr hohen Flüssigkeitsverlustes, durchaus tödlich enden kann. Ausgelöst wird die Krankheit durch das Bakterium Vibrio cholerae, dessen Gift nach einer Inkubationszeit von 2-3 Tagen, im Dünndarm zu den typischen Beschwerden wie dem starken wässrigen, jedoch oft schmerzlosen Durchfall (Reiswasserstühle) führt. Da an Cholera erkrankte Patienten auf diese Weise bis zu 20 Liter Flüssigkeit pro Tag verlieren können kommt es im Rahmen einer Cholerainfektion zu einem Mineralstoffverlust und einhergehend damit zu Muskelkrämpfen und zu Stoffwechselproblemen, die letztendlich in einem Kreislauf- und/ oder Nierenversagen gipfeln können.
Da sich Cholera sehr schnell ausbreiten kann, ist in Deutschland allein schon der Verdacht auf Cholera meldepflichtig. Zusätzlich dazu gehört Cholera, neben den Krankheiten Gelbfieber, Pest und Pocken zu den so genannten international vorgeschriebenen Quarantäne-Krankheiten.
Symptome von Cholera
- Starke, reiswasserartige Durchfälle
- Erbrechen
- Übelkeit
- Flüssigkeitsunterversorgung des Körpers (Exsikkose)
- Heiserkeit
- Muskelkrämpfe
- Nierenversagen
- Kreislaufkollaps
Behandlung von Cholera
Aufgrund des mit der Cholera verbundenen starken Flüssigkeitsverlusts, der durchaus bis zu 20 Litern pro Tag betragen kann, ist das erste und wichtigste Behandlungsmittel die Verabreichung von Flüssigkeit, Elektrolyten und Zucker. Dies geschieht am Besten intravenös, um den ohnehin schon gereizten Magen-Darm-Trakt zu schonen. Erst im Anschluss an diese Flüssigkeitszufuhr erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika um die Bakterien im Dünndarm zu eliminieren.
Vorbeugen gegen Cholera
Um der Cholera vorbeugen zu können, muss zum einen sicher gestellt werden, das kein Kontakt zu erkrankten Personen zu Stande kommt, und das zum anderen muss auf die Verwendung von ungekochtem Wasser, über welches das Bakterium in den meisten Fällen übertragen wird, unbedingt verzichtet werden.
Zwar gibt es auch eine Schutzimpfung gegen Cholera, allerdings wirkt diese nur drei bis sechs Monate und liefert lediglich einen Schutz von schätzungsweise 50-60 %.
