Kontaktallergie: Die Nickelallergie
Jeder Mensch kommt tagtäglich mit dem Metall Nickel in Berührung. Denn egal ob in Geldmünzen, in Metallknöpfen oder im Besteck, Nickel ist Bestandteil vieler Alltagsmaterialien. Die meisten Menschen bekommen beim Kontakt mit dem Metall keine gesundheitlichen Probleme. Ein bestimmter Prozentsatz reagiert jedoch auf die Berührung mit Nickel mit einer Kontaktallergie.
Was ist eine Nickelallergie?
Die Nickelallergie gehört zu den so genannten Kontaktallergien. Das heißt, findet ein Kontakt zwischen Allergieauslöser und der Haut statt, so kann die Haut mit Rötungen, Schwellungen und in manchen Fällen mit einem Juckreiz oder einem Brennen reagieren.
In der Regel leiden mehr Frauen unter einer Nickelallergie, da diese mehr Nickelhaltigen Modeschmuck tragen als Männer.
Wie entsteht eine Nickelallergie?
Wird Nickel als Legierung, zum Beispiel von Modeschmuck verwendet, so liegt es in der so genannten metallischen Form vor, die, aufgrund ihrer Reaktionsträgheit, in den meisten Fällen keine gesundheitlichen Probleme verursacht. Erst wenn die Legierung engen Körperkontakt hat und der Mensch anfängt zu schwitzen, löst sich der Nickel aus der Legierung heraus und kann, im Fall einer Nickelallergie, mit der Haut reagieren und allergische Reaktionen verursachen. Die Sensibilisierung auf Nickel führt dann letztendlich zum Ausbruch der Nickelallergie.
Wie kann man eine Nickelallergie behandeln?
Reagiert man erstmal allergisch auf das Metall Nickel, so kann diese Kontaktallergie nur behandelt werden, indem man den Kontakt mit nickelhaltigen Gegenständen vermeidet. Sind nach dem Kontakt leichte Hautirritationen aufgetreten, so lassen sich diese mit rezeptfreien Salben behandeln, die eine geringe Menge Hydrocortison enthalte.
Möchte man trotz einer bestehenden Nickelallergie nicht auf das Tragen von Schmuck verzichten, so sollte man seiner Haut zu Liebe auf Gold oder Silberschmuck umsteigen.
In welchen Gegenständen kommt Nickel vor?
- Modeschmuck
- Metallknöpfe, wie beispielsweise Jeans-Knöpfe
- Reißverschlüsse aus Metall
- Geldmünzen
- Schlüssel
- Essbesteck
- Brillengestelle
- Zahnspangen
- Türgriffe
- Kochtöpfe
Aber Vorsicht! Selbst wenn einige Materialien als „Nickelfrei“ deklariert werden, so bedeutet das nicht zwangsläufig, das diese tatsächlich vollkommen Nickelfrei sind, da die zugehörige EU-Richtlinie die Aufschrift „Nickelfrei“ auch für Materialien erlaubt, die geringe Nickelspuren enthalten.

Februar 29th, 2008 at 15:57
Ich trage schon seit fast 40 Jahren eine Brille.Hatte noch nie Probleme.
Vor kurzem habe ich mir eine neue Brille von Fielmann (habe schon seit
Jahren Brillen von Fielman) gekauft. PLötzlich habe ich Schwellungen und Rötungen
um den Augenbereich.Kann das jetzt wirklich eine Nickelallergie sein.
Ich hatte geglaubt, es wird heute kein Nickel mehr verwendet?