MRSA- Wenn Bakterien gegen Antibiotika resistent werden
Immer dann, wenn Bakterien im menschlichen Körper für Infektionen sorgen, greifen deutsche Ärzte oft sehr schnell zu ihrem Rezeptblock um das passende Antibiotikum gegen das Leiden zu verschreiben. Dem Patienten ist durch das rasche Abklingen der Beschwerden scheinbar geholfen. Auf lange Sicht betrachtet entwickeln jedoch immer mehr Bakterien, wie beispielsweise das Bakterium Staphylococcus aureus, Resistenzen gegen gängige Antibiotika. Auf diese Weise sterben laut Expertenschätzungen in Deutschland jährlich 50.000 Menschen.
Was ist MRSA?
MRSA ist die Abkürzung für das Methicillin-resistente Staphylococcus aureus.
Damit meint man also Bakterien, die sich mittlerweile nicht mehr mit dem Antibiotikum Methicillin bekämpfen lassen.
Von MRSA spricht man aber auch dann, wenn die Erreger gegen drei oder sogar mehr Antibiotika Resistenzen zeigen. In diesem Fall spricht man dann vom Multi-resistenten Staphylococcus aureus
Was ist der Staphylokokkus aureus?
Staphylokokkus aureus ist ein Bakterium, das im menschlichen Körper in erster Linie zu eitrigen Entzündungen führt und der dem Menschen im Alltag fast überall begegnen kann, da er auch ohne Nahrung bis zu 7 Monate überleben kann. Man findet ihn häufig auf Gegenständen, wie Lichtschaltern und Türklinken, also vor allem auf den Gegenständen, die täglich von vielen Menschen berührt werden. Dem gesunden Menschen macht der Kontakt mit Staphylokokkus aureus meistens nichts aus. Erst wenn das Immunsystem des Körpers bereits geschwächt ist, oder wenn dem Bakterium eine geeignete Eintrittswunde geboten wird, kann der Erreger in den Körper eindringen und großen Schaden anrichten.
In vielen Fällen verursacht der Erreger schlecht heilende Entzündungen, die sogar auf lebenswichtige Organe des Körpers übertreten, und deren Funktion zum Erliegen bringen können.
Ansteckungsgefahr Krankenhaus
Vor allen in den letzten Jahren mehren sich die Fälle, in denen es im Krankenhaus zu einer MRSA Infektion gekommen ist, also ausgerechnet an dem Ort, an dem sich kranke Menschen Heilung erhoffen. So infizieren sich die meisten Patienten während einer Operation mit dem Erreger MRSA, und das oftmals nur, weil das Klinikpersonal nicht genug auf ausreichende hygienische Maßnahmen achtet. Dabei könnte der regelmäßige Gebrauch von Desinfektionsmitteln dazu führen, dass die Krankheitserreger zuverlässig abgetötet würden, wodurch sich die nosokomialen Infektionen (Infektionen, die man sich in einem Krankenhaus zugezogen hat) letztendlich erheblich eindämmen ließen.

April 11th, 2008 at 17:38
Bis jetzt konnte ich immer meinem Hausarzt und Zahnarzt glaubhaft machen, dass ich Antibiotika nicht vertrage. Sonst hätte ich wohl schon öfters Antibiotika verschrieben bekommen. Leider habe ich jetzt Borreliose und muss Antibiotika schlucken und habe den Eindruck, dass die Antibiotika jetzt schon nicht mehr richtig wirken bei mir. Wahrscheinlich hatte ich in der Kindheit zu oft Antibiotika wegen Angina bekommen.