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Darmkrebs

Als Darmkrebs, oder auch kolorektales Karzinom, bezeichnet man den Befall des Darms, zumeist des Dickdarms und des Mastdarms, mit bösartigen Tumoren. Neben der Erkrankung an Lungenkrebs ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Darmkrebs entsteht in den meisten Fällen aus anfänglich gutartigen Darmpolypen, kleinen Geschwülsten, die sich in der Darmschleimhaut ansiedeln. Da diese Erkrankungsursache als bekannt vorausgesetzt wird, werden die Kosten für eine vorbeugende Darmspiegelung, bei der eventuell vorhandene Polypen entfernt werden können, ab einem Alter von 55 Jahren von der Krankenkasse übernommen.

Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs

Die Hauptursache für die Entstehung von Darmkrebs ist das Vorhandensein von zunächst gutartigen Polypen in der Darmschleimhaut. Bis zu 90% aller Darmkrebserkrankungen gehen aus diesen kleinen Geschwülsten hervor. Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung in Form einer Darmspiegelung kann sowohl dabei helfen bereits vorhandene Polypen zu erkennen und zu entfernen, oder bereits tumorähnliche Veränderungen im Darm frühzeitig diagnostizieren. Denn beim Darmkrebs gilt die gleiche Regel wie bei allen Krebserkrankungen: Je früher der Krebs diagnostiziert wird, umso höher ist die Chance einer erfolgreichen Behandlung und vollständigen Genesung.
Ein weiterer Risikofaktor der die Entstehung von Darmkrebs begünstigt, ist eine fehlerhafte Ernährung, die zum großen Teil aus zu fetthaltigen Speisen mit einem geringen Anteil an Ballaststoffen besteht. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes steigt das Darmkrebsrisiko mit dem täglichen Verzehr von rotem Fleisch um bis zu 50% an. Der tägliche Verzehr von Fisch hingegen senkt das Darmkrebsrisiko um 50%.

Symptome für Darmkrebs

Darmkrebs kann über einen relativ langen Zeitraum unentdeckt bleiben, da die mit dieser Erkrankung zusammenhängende Symptomatik oft erst sehr spät auftritt und in vielen Fällen auch nicht klar zu deuten ist. Grundsätzlich sollte Blut im Stuhl immer ein Grund dafür sein, einen Arzt aufzusuchen. Aber auch Symptome wie lang anhaltender Durchfall und Verstopfung können genauso auf Darmkrebs hinweisen wie starke Blähungen.

Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs

Die Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs richten sich immer nach zwei Faktoren. Zum einen spielt eine Rolle, in welchem Stadium sich der Krebs befindet, und zum anderen an welchem Ort er sich manifestiert hat. In der Regel gilt jedoch, je früher der Darmkrebs erkannt wurde, umso besser sehen die Heilungschancen aus. Patienten, deren Darmkrebserkrankung im ersten Stadium diagnostiziert wurde, haben laut der Union internationale contre le cancer (UICC) eine durchschnittliche Überlebensrate von 85%.
Polypen, die bereits auffällig erscheinen, können im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt werden. In einem frühen Stadium des Darmkrebses reicht es vielfach bereits aus, das vom Krebs betroffene Darmstück operativ zu entfernen. Zur Behandlung von eventuell vorhandenen Metastasen greift man in der Regel zum zusätzlichen Einsatz einer Bestrahlungstherapie. Chemotherapie kann aber auch eingesetzt werden, um einen großen Tumor für eine bevorstehende Operation zu minimieren.