Menschen, die aufgrund von scheinbar unbegründeten Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen den Verdacht äußern an einer Laktoseintoleranz zu leiden, können diese Vermutung mit Hilfe unterschiedlicher Laktose-Toleranztests bestätigen oder verwerfen. Einige Tests können selbst durchgeführt werden. Andere Tests müssen unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Selbsttest bei Laktoseintoleranz
Die sicherlich schnellste Methode herauszubekommen, ob wirklich die in Milch enthaltene Laktose Verursacher der Beschwerden ist, ist der Selbsttest. Dafür sollte man ein Glas Milch auf leeren Magen trinken. Treten keine Beschwerden danach auf, so scheint sich der Verdacht auf Laktoseintoleranz nicht bestätigt zu haben. Treten danach Beschwerden auf, so spricht einiges für eine Laktoseunverträglichkeit. Um sicher zu gehen, sollte man jedoch auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
Diättest bei Laktoseintoleranz
Genauso leicht in der Ausführung wie der Selbsttest ist der Diättest. Dabei meidet der Patient möglichst über einen Zeitraum von zwei Wochen sämtliche laktosehaltigen Lebensmittel. Bleibt der Patient in dieser Zeit Beschwerdefrei, so ist auch das ein Zeichen dafür dass ein Mangel an Laktase vorliegt.
Laktose-Toleranztest / Expositionstest
Beim Laktose-Toleranztest trinkt der Patient, nach einigen Tagen Verzicht auf Milchprodukte, 50-100g Milchzucker der zuvor in Wasser aufgelöst wurde. Treten innerhalb kurzer Zeit die Laktoseintoleranztypischen Beschwerden auf, so liegt die Vermutung nahe, dass der Patient Milchzucker nicht verträgt.
H2-Atemtest bei Laktoseintoleranz
Der H2-Atemtest wird in der Regel zusammen mit dem Laktose-Toleranztest durchgeführt. Nach Aufnahme der Milchzuckerlösung wird über 2 Stunden, im Abstand von jeweils 30 Minuten der H2 Gehalt in der Atemluft des Patienten kontrolliert. Befindet sich mehr Wasserstoff in der Atemluft, da Darmbakterien den Milchzucker in Wasserstoff umwandeln, ist dies ein zusätzliches Zeichen für eine Milchzuckerunverträglichkeit.
Gentest bei Laktoseintoleranz
Vermutet man eine genetische Ursache für die Laktoseunverträglichkeit, so kann dies mit einem speziellen Gentest abgeklärt werden. Der Arzt macht dafür lediglich einen Abstrich von der Wangenschleimhaut.